Der Anfang der Geschichte liegt im Jahr 1947. Damals entschlossen sich zehn Bürger aus Jeggen, frisches Quellwasser aufzufangen, zu verlegen und in die Haushalte zu bringen. Der Wasserbeschaffungsverband Jeggen wurde gegründet. Zur ersten Arbeit des damaligen Vorstehers, Friedrich Vogt, und seines Teams gehörte die Errichtung der Quellfassung an der Schledehausener Straße. Von dort aus legte der Verband in Eigenleistung eine Leitung quer durch Wiesen und versorgte damit einige Häuser an der Mindener Straße.

Mit zunehmender Bebauung und steigenden Ansprüchen wurde das Versorgungsnetz von 1956 bis 1959 kontinuierlich ausgeweitet. Es wurde unter anderem ein 280 Kubikmeter großer Behälter gebaut und die Orte Jeggen, Wissingen, Natbergen und Stockum an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen. 1968 wurde ein zweiter Brunnen an der Brinkstraße gebohrt und knapp zehn Jahre später ein dritter und vierter Brunnen am Hardernweg und Niederfeldweg. Die immer größer werdenden Baugebiete, besonders in Wissingen und Jeggen, machten 1984 einen 1200 Kubikmeter fassenden Hochbehälter in Jeggen notwendig. Seit den 70er Jahren werden auch Teile von Wersche mit dem Jeggener Wasser beliefert.

Aus den vier Tiefbrunnen können 90 Kubikmeter Wasser pro Stunde abgegeben werden. Das Wasser wird nachts in die insgesamt 1480 Kubikmeter umfassende Hochbehälter auf dem „Jeggener Lechtenbrink“ gepumpt, um es am Tage mit gleichmäßigem Versorgungsdruck abzugeben. Grundwasserabsenkungen, Leistungsabfälle und Wasserstände kontrolliert ein modernes Datenerfassungssystem.

Heute sind fast 1.500 Haushalte an das System des Wasserbeschaffungsverbandes Jeggen angeschlossen. Der Verband verfügt über ein Leitungssystem von zurzeit ca. 48 km Länge.

Aus dem Netz fließt Trinkwasser mit sehr guter Qualität. Monatliche Untersuchungen des Gesundheitsamtes bestätigen die Reinheit unseres Trinkwassers.

Verbandsvorsteher des WBV Jeggen:

Der WBV Jeggen wurde anfangs, 1947 bis 1957, von Friedrich Vogt geführt. Ihm folgte von 1957 bis 1977 Friedrich Arensmann. Von 1977 bis 1992 leitete Helmut Willmann die Geschicke. Von 1992 bis 2017 war Herbert Siefker Verbandsvorsteher.

Seit dem 01.04.2017 führt Anke Retzlaff den Wasserbeschaffungsverband.